eingeschlichene Manipulation...
   (den inneren Kompass  "christlich" niederprügeln)

"Wenn Fromm-Sein krank macht"   
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"Christlich" oder nicht christlich?
Wo findet sich versteckte "christliche" Manipulation, die wir jahre-/ jahrzehntelang "willig" mitgesungen und aufgesogen - und gar nicht als solche bemerkt haben?
Bemerkt vielleicht schon... aber dachten, wir müssten uns "selbst überwinden"?
Wo haben wir unter Aufbietung aller unserer Kräfte kräftig versucht, das vermeintlich "Richtige" zu tun - und täglich, ja stündlich unsere Selbstvergewaltigung trainiert? Nur weil man uns intensiv genug darauf hinwies, dass man doch das *eigene Fleisch* abtöten müsse, weil das so in der Bibel stehe?
Entlarvung der "christlichen" Fehlinterpretation:
Das, was uns an Erklärungen für das *eigene Fleisch* abgegeben wurde, trifft leider nicht das, was wohl eher *tatsächlich* in der Bibel damit gemeint war....
Die Interpretation, die uns eingeimpft wurde, hieß:
"eigenes Fleisch" = "das zentrale Selbst, die Intuition, die eigene innere Stimme, die eigene Gewissensabteilung und Wahrnehmungsfähigkeit".

Das sollten wir also abtöten? Aha... Wir bekämpften also auf Anweisung eifrig uns selbst... prügelten gehorsam unseren inneren Kompass nieder... weil das ja angeblich so in der Bibel stehe...

Wie kommen Menschen dazu, solche komischen "christlichen" Regeln zu erfinden und an andere weiter zu geben?
Wo ist der Punkt, wo etwas ungesund wird? Wo ist die Weiche, die der Zug überfährt - und sich (sanft und zunächst unbemerkt) von der gesunden Strecke entfernt?
Mir sagte letztens jemand: Dieser Punkt ist da, wo die sogenannte "erste Liebe verlassen wird" - ein biblischer Ausdruck für - für - ja, für was eigentlich?
Ich versuch's mal so auszudrücken: "Erste Liebe verlassen" = wenn Christen nicht mehr *Gott* als Gott haben, sondern ihre "erste Liebe" verlagern auf neue, selbsterstellte (zur vermeintlichen "Verbesserung des Glaubens" entwickelten) Regeln und Gesetzlichkeiten. Also Götzendienst, wenn man's genau betrachtet...
Und das beschränkt sich ja lange nicht auf so primitive Dümmlichkeiten wie "als Frau darf man nur Röcke tragen", sondern da gibt's ja noch viel subtilere Dinge, die wir nicht als solche erkannt und willig aufgesogen haben und davon ausgingen, dass das "bestimmt Gottes Wille sei".
Aber wo FÄNGT MAN AN, für "christliche" Hirnwäsche empfänglich zu werden? Wo ist der Punkt, dass man sich dem "willig" hingibt (natürlich unter Qualen, aber man arbeitet fleißig an seiner Selbstvergewaltigung, weil man ja meint, dass es so sein MUSS)? Wo BEGINNEN solche Zwanghaftigkeiten und Neurosen?
Wo werden die Grundlagen für diese Mechanismen geschaffen?

Wenn man lange genung angewiesen wurde, die eigene Intuition zu *bekämpfen* und einem die eigene Wahrnehmung immer wieder angezweifelt und ausgeredet wurde, dann schiebt man sie irgendwann immer weiter in die "hinterste Ecke"... kann sie dann kaum noch hören...
Und *sollte* sie sich hier und da doch noch mal melden und aufbäumen, dann hilft man gar selbst noch mit, diese Reste der inneren Stimme "erfolgreich" auszumerzen... um ein wirklich *guter* und *selbstloser* Christ zu werden... und damit dann so richtig "sich selbst los ist".... leer und offen für jegliche Verblendung und weitere "christliche" Anweisungen... offen für die Befehle "christlicher" Machtmenschen.... die "meinen es doch so gut"....
Wir haben auf Anweisung und systematisch verlernt, auf unsere innere Stimme zu hören. Das muss jetzt mühevoll erstmal wieder gelernt werden... Dafür ist es wichtig, erstmal *wirklich* Abstand von all diesen frommen Klugschnackern zu haben. Und auch von dem Angst-Denken, dass man dann "vom rechten Weg abkommen" könnte. Was für ein Quatsch! Erst dann kommt man überhaupt wieder zum rechten Weg hin.
Da sind noch soooo viel Reste von unentlarvter Gehirnwäsche in uns, die wir erstmal (nach und nach) entdecken und aufdecken müssen.

Wo finden sich sonst noch solche eingeschlichenen Hirnwäschen?
Man schaue nur mal zu christlichen Liedern, durch die man sich gegenseitig und selbst "hypnotisiert" hat:
Mal ein Beispiel... da läuft einem die Gänsehaut über den Rücken, falls man schon wieder ein wenig Zugang zur eigenen inneren Stimme gefunden hat:
- ich verrichte irgendwelche alltäglichen Arbeiten, plötzlich singe ich vor mir hin: "...die du suchst und die du findest - wenn du dich selbst überwindest - und Gott dein Leben anvertraust...."
*schauder*
Aha, aha... mit anderen Worten: "Na, wirst du wohl schön mitmachen bei der Gehirnwäsche? Na los, *bezwinge* dein Inneres, mach schon, gib deinem Herzen einen Ruck! Du willst doch wohl nicht so halsstarrig sein und partout nicht gehorchen? Und womöglich noch erstmal *nachdenken* wollen? Ein Christ *denkt* nicht, ein Christ *gehorcht*! Was meinst du, was Gott von dir denken würde, wenn du dich an dieser Stelle "verweigerst" und nicht mit der großen christlichen Herde maschierst? Willst du dein Heil verspielen? Und lass dich bloß nicht "ablenken" von deiner inneren Stimme! Das ist "Sünde"! Dein eigener Rhythmus zählt nicht! Wenn du auf dich selbst achtest, bist du "egoistisch" und das ist total gegen Gott!"

Mir wird schlecht...

Wer hat denn den inneren Kompass geschaffen? Ist's nicht genau der Gott, dem hier die beklopptesten "Anweisungen" in den Mund gelegt werden?
Gott schuf MENSCHEN,
und keine MASCHINEN.
Wir sollen nicht "funktionieren" (möglichst im Sinne der örtlichen Freikirche...), sondern wir sind organische Gebilde. Auch die Gemeinde war eigentlich als *organisches Gebilde* gedacht... Hat wohl nicht so hingehauen... Wer sagt eigentlich, dass "die Gemeinde" die örtliche Freikirche (=gesetzlicher Verein) ist? Ist mit "Gemeinde" im biblischen Sinne nicht was ganz anderes gemeint? Nämlich die weltweite und aus allen Zeitepochen bestehende, organisch miteinander verbundene Gemeinschaft derer, die *Jesus liebhaben?*
Also nicht die, die *die Gemeindestatuten, den Ältestenkreis, das eigene Macht-Pöstchen und den Mercedes liebhaben*?
Nur mal so als Frage...
 
Und Stichwort "große christliche Herde" - - hm.... *grübel*.... steht nicht in der Bibel irgendwas von "der Weg ist schmal"... und "derer, die ihn finden, sind wenige"...?
??
... und *finden* bedeutet ja nicht "befohlen bekommen", sondern selbständiges, mit der eigenen inneren Stimme übereinstimmendes (ja, von ihr inspiriertes!! - falls sie in einer Ritze überleben und die "christlichen" Unterdrückungsbefehle umgehen konnte!) Suchen und Forschen, Hinterfragen und Ergründen...
 


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